Montag, 15. Januar 2018

Christoph und Inka Scharf: Gelebter Glaube steckt an (Liebenzeller Mission)


BAD DOBERAN. Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Evangelium erreichen: Das ist die Leidenschaft der Liebenzeller Mitarbeiter Christoph und Inka Scharf. Seit 2010 leben sie mit ihren drei Kindern in Bad Doberan, wo sie im Gemeindeaufbau der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) tätig sind. Dieser Aufgabe gingen sie zuvor sieben Jahre lang in der LKG Schwerin nach. Wir haben Christoph drei Fragen gestellt.

Wo erlebst du in eurer Gemeinde Herausforderungen?
Gerade weil im „Haus Gottesfrieden“ viel Gutes passiert und wir Gottes Segen erfahren, spüren wir häufig Anfechtung. Ehen durchleben zum Beispiel Krisen oder es macht sich bei Mitarbeitern Erschöpfung breit. Das gemeinsame Gebet schweißt uns in diesen Situationen aber immer wieder enger zusammen. Daher sehe ich dies nicht nur negativ. Wir wissen, dass Jesus der Sieger ist, und er möchte, dass alle Menschen das Evangelium hören. Im Herbst hatten wir 68 Gottesdienstbesucher, bei der Taufe im Sommer waren es sogar 120 – und das bei 12.000 Einwohnern. Dafür sind wir sehr dankbar.

Habt ihr im vergangenen Jahr etwas Besonderes erlebt?
Im Sommer ist eine Frau verwirrt durch die Stadt gelaufen. Ein Mann, dem sie begegnete, sagte ihr, sie solle zum „Haus Gottesfrieden“ gehen, dort würde ihr geholfen. Diese Frau kam tatsächlich zu uns. Sie hatte große private Probleme. Wir boten ihr Unterschlupf, haben mit ihr geredet, gebetet und ein Gespräch mit ihrem Sohn vermittelt. Auch wenn wir sie bisher nicht wiedergesehen haben, ist es schön, dass die Bewohner dieser Stadt wissen: Im „Haus Gottesfrieden“ sind Menschen, die sich um einen sorgen. Die Menschen hier haben erkannt, dass die Türen unserer Gemeinde für jeden offen stehen.

Was sind deine Wünsche für Bad Doberan?
Ich wünsche mir, dass wir – wie Paulus sagt – ein Brief Christi sind. Wir Christen sollten unseren Glauben in diesem areligiösen Umfeld nicht verstecken, sondern unser Christsein offen leben, sodass es ansteckend für andere wird. Erst wenn wir das tun, laden wir andere dazu ein, in die Gemeinde zu kommen und Jesus kennenzulernen. Das sind Prozesse, die viel Zeit kosten, und auch unsere Gemeinde wächst nur langsam. Doch wünsche ich mir nicht vorrangig, dass die Gemeinde zahlenmäßig wächst, sondern vor allem, dass Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen – und das nicht nur in Bad Doberan, sondern weltweit. Das kann nur Gott tun. Und wir können uns dafür von ihm gebrauchen lassen – so, wie es auch Mose, Jesaja und viele andere in der Bibel getan haben.

(Quelle: www.liebenzell.org)

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